Herzlich Willkommen in Dresden!

Ein Panorama, benannt nach einem Maler...

... das können nicht viele Städte ihr Eigen nennen. Dresden schon: Der berühmte Canaletto-Blick vom rechten Elbufer zeigt die "Silhouette der Stadt mit ihren edlen, ehrwürdigen Türmen", wie es Erich Kästner beschrieb. Spätestens seit Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, diese Perspektive 1748 in Öl verewigte, hat Dresden seinen Ruf als "Elbflorenz" sicher.  

Nicht nur wegen imposanter barocker Bauwerke wie der Frauenkirche, dem Zwinger und der Semperoper zählt Dresden zu den meistbesuchten Städten Deutschlands. Dresden ist ein Gesamtkunstwerk der Barockarchitektur, der alten wie der nachgebauten. Durch die nach der Wende wieder aufgebauten historischen Prunkbauten ist ein ganz neues altes Zentrum entstanden, das viele Besucher bezaubert. Einzigartig machen die Stadt aber vor allem die in Dresden konzentrierten Kunstschätze, die während der Barockzeit angesammelt wurden. Als spannender Kontrast zur herausgeputzten Altstadt steht die Neustadt am anderen Elbufer, ein quirliges Alternativ-Viertel mit vielen Kneipen und Kunstgalerien.


Das Wunder von Dresden

Ein einmaliges "Symbol des Sieges, der Versöhnung über Krieg und Vernichtung": So wurde die Dresdener Frauenkirche bei ihrer Wiedereröffnung am 30. Oktober 2005 gefeiert. Es ist in den Augen vieler Besucher ein architektonisches Meisterwerk von Weltrang, das bedeutendste protestantische Gotteshaus in Deutschland. Inspiriert von den mächtigen Kuppelbauten in Rom und Florenz begann 1726 der Baumeister George Bähr die insgesamt nicht weniger als 17 Jahre dauernden Arbeiten an der neuen, für die damalige Zeit monumentalen Frauenkirche. Weithin sichtbar überragte sie alle anderen Gebäude der Stadt. Das Gotteshaus unterstrich somit den Stolz und den Repräsentationswillen der sächsischen Fürsten. Über 200 Jahre lang erfreute das barocke Bauwerk die Gläubigen und Kunstverständigen – bis zu jener grauenvollen Bombennacht am 13. Februar 1945 buchstäblich jedes Leben in der Dresdener Innenstadt ausgelöscht wurde. Wo zuvor die Frauenkirche stand, war eine graue Wüste, in der sich ein riesiger Trümmerberg erhob. Lediglich zwei Reststümpfe der alten Kirche ragten noch einsam empor – "betende Hände", wie sie manche Christen nannten; oder ein "Mahnmal für den Frieden", wie sie offiziell zu DDR-Zeiten genannt wurden.

Bereits zwei Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer trafen sich dann Fachleute und Interessierte, um die unverhoffte Gunst der Stunde eilig zu nutzen und den Wiederaufbau zu planen. Fast 8.400 Sandsteinquader wurden geborgen, geprüft, gemessen, katalogisiert. Über 3.600 von ihnen waren noch verwendbar: eine logistische Meisterleistung. Der Großteil der Kosten wurde durch Spenden aus aller Welt gedeckt. So wurde die Frauenkirche im weitesten Sinne von Bürgern für Bürger erbaut. Und diese wurden auf das Reichste belohnt – durch das "Wunder von Dresden".

 

Aus Dresden kommt nicht nur der Dresdner Stollen...

... sondern auch die Original Eierschecke. Der Dresdner Schriftsteller Erich Kästner sagte einmal: „Die Eierschecke ist eine Kuchensorte, die zum Schaden der Menschheit auf dem Rest des Globus unbekannt geblieben ist.“ Wenn es also einen Kuchen gibt, der Typisch Dresden ist, dann doch die geliebte Eierschecke!

Sie entstand auf den Bauernhöfen in der Umgebung, wo die Bäuerinnen nach einem schmackhaften Gebäck suchten, mit welchem sie ihre Familien am Wochenende nach harter Arbeit oder die Gäste auf Familienfeiern überraschen konnten. Es sollte ein ganz besonderer Kuchen werden, den sie das ganze Jahr über backen konnten. Die Frauen tauschten sich aus und gaben sich gegenseitig Tipps. So wurde bei jedem nochmaligen Backen das Rezept verfeinert. Trotzdem ist es so, dass es bis heute eine Vielzahl an Variationen gibt – in vielen Familien wird das eigene Rezept wie ein Geheimnis gehütet! Aber eines haben alle Dresdner Eierschecken gemeinsam: Sie bestehen aus drei Schichten. Der Boden ist aus Hefeteig gemacht. Die mittlere Schicht ist ein Quark-Vanille-Pudding mit Butter, Ei, Zucker und Milch. Die obere wird aus cremig gerührtem Eigelb mit Butter, Zucker und Vanillepudding gezaubert, in die dann schaumig geschlagenes Eiweiß untergehoben wird.

Aber eins darf auf keinen Fall zu einem Stück Dresdner Eierschecke fehlen: ein schönes „Scheelchen Heeßen", denn dann schmeckt die Leckerei gleich noch ein bisschen besser...


August der Starke - Der große Kurfürst

Es gibt sicher keine weitere Person, die in Verbindung mit Dresden eine solche Berühmtheit erlangt hat wie er. Anders als sein Amtskollege Friedrich der Große im angrenzenden Preußen, der Erbauung vor allem im Abhalten endloser Militärübungen fand, entwickelte Friedrich August schon früh ein Gespür für die schönen Künste. Großes Vorbild für ihn war der französische Hof. Außerdem pflegte er einen ausschweifenden und prunkvollen Lebensstil. Vor allem war der Kurfürst ein leidenschaftlicher Sammler von Kunstschätzen. Ein Blick in die Schatzkammer im Dresdner Schloss, das Grüne Gewölbe oder in die Gemäldegalerie bestätigt das. Aber auch machtbesessen war der junge Kurfürst. Mit enormem Aufwand und Energie bestritt er den Weg zur vakanten polnischen Krone: August zahlte eine gewaltige Summe an Bestechungsgeldern und trat heimlich zum Katholizismus über, was sich problematisch gestaltete, da Sachsen einen wichtigen Fixpunkt des lutherischen Glaubens bildete. Doch der Herrscher nahm die Empörung gern in Kauf für den einen wichtigen Moment: Der Krönung zum König von Polen am 15. September 1697.

Sein Titel »Der Starke« kam nicht von ungefähr. Bei Kraftspielen liebte es Friedrich August, körperliche Kondition zu beweisen. Legendär geworden ist dabei seine Fähigkeit, ein Hufeisen mit bloßen Händen zu verbiegen. Auch die Jagd war eine große Leidenschaft des Kurfürsten, zum einen die in den Moritzburger Wäldern, zum anderen die auf dem glatten Parkett des Dresdner Hofes. Augusts Vorliebe für barocke Formen beschränkte sich nämlich nicht nur auf die Architektur der sächsischen Residenz. Zahlreiche Hofdamen sollen dem kurfürstlichen Charme erlegen sein. Es hält sich die Legende, dass hieraus insgesamt unfassbare 364 Nachkommen entstanden sein sollen.


Kunst soweit das Auge reicht.

Was im 16. Jahrhundert mit Universalsammlungen sächsischer Kurfürsten in der Kunstkammer des Residenzschlosses begann und mehr als hundert Jahre danach durch August den Starken und später seinen Sohn August III. seine besondere und noch immer gültige Prägung erhielt, ist mittlerweile einer der größten und ältesten Museumsverbände der Welt. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zählen neben dem Pariser Louvre, dem Metropolitan Museum New York, den Vatikanischen Museen, der Berliner Museumsinsel und der Eremitage in St. Petersburg zu den bedeutendsten Museen der Welt. Sie verwahren in 14 Einrichtungen rund 1,5 Millionen Kunstwerke - von Gemälden, Grafik und Skulpturen über Preziosen, Möbel, Waffen und Porzellan bis zu Volkskunst und Ethnographie.

Herausragend ist hierbei sicher das Neue Gründe Gewölbe sowie das Historische Grüne Gewölbe, eine der größten Schatzkammern Europas. Beide befinden sich im Residenzschloss und beherbergen zusammen mehr als 4.000 atemberaubende Kostbarkeiten, die Kunsthandwerker aus Gold, Silber, Edelsteinen und anderen edlen Materialien gefertigt haben. Darüber hinaus begrüßt den Besucher im Zwinger die Gemäldegalerie Alte Meister. Die hier versammelten Hauptwerke bedeutender Maler versetzten schon Johann Wolfgang von Goethe ins Staunen und ziehen heute Besucher aus aller Welt an. Ein Schwerpunkt der rund 750 Meisterwerke zählenden Sammlung bildet die italienische Malerei aus der Zeit der Renaissance, in die sich Werke so berühmter Maler wie Raffael, Tizian und Botticelli reihen, darunter natürlich die weltberühmte Sixtinische Madonna von Raffael. .

Wir freuen uns auf Sie in Dresden!